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CRM muss Anliegen erfassen, ohne Menschen vorschnell auf Kategorien zu reduzieren.
Wir forschen weiter
Unser Forschungsteam untersucht CRM-Kommunikation als hybrides Feld aus Mensch, Organisation, Daten und Technik. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Frage, wie CRM-Systeme Kommunikation effizienter machen, sondern wie sie menschliche Kommunikation unter digitalen Bedingungen bewahren, verbessern und verantwortbar organisieren können.
Dafür verbindet das Team unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven. Die Soziolog:innen analysieren CRM-Kommunikation als soziale Beziehung: Sie fragen, ob Menschen sich verstanden, respektiert und fair behandelt fühlen.
Die AI- und Dateningenieur:innen untersuchen, wie Datenbanken, KI-Systeme, Klassifikationen und Automatisierungen so gestaltet werden können, dass sie Kommunikation unterstützen, ohne Menschen auf Datensätze zu reduzieren.
Die KI- und Medienphilosoph:innen reflektieren die ethischen, epistemischen und gesellschaftlichen Folgen digitaler Kommunikation: Wer entscheidet? Wer trägt Verantwortung? Wo entstehen Macht, Ausschluss oder Intransparenz?
Die Kommunikationsarchitekt:innen für digitale Transformation übersetzen diese Erkenntnisse in konkrete CRM-Strukturen, Prozesse, Kanäle, Eskalationswege und nutzerfreundliche Kommunikationsmodelle.
Im universitären Raum erforschen diese Wissenschaftler:innen darüber hinaus die Auswirkungen digitaler CRM-Kommunikation zum Beispiel auf Kinder, Eltern, Erwachsene und Sozialwissenschaftler:innen. Damit wird CRM nicht nur als technisches Organisationssystem betrachtet, sondern als gesellschaftlicher Kommunikationsraum, in dem unterschiedliche Gruppen unterschiedlich angesprochen, verstanden und beteiligt werden können.
Gemeinsam versteht das Team CRM nicht nur als Software, sondern als soziale Kommunikationsarchitektur. Eine Anfrage ist für uns kein bloßer Prozessschritt, sondern Ausdruck eines Anliegens, einer Erwartung oder Unsicherheit. Deshalb muss CRM zuhören, nicht nur antworten; verstehen helfen, nicht nur klassifizieren; Beziehungen pflegen, nicht nur Kontakte verwalten; Verantwortung sichtbar machen, nicht nur automatisieren.
Das Forschungsteam entwickelt damit einen Ansatz, in dem KI und Daten technische Unterstützung leisten, menschliches Urteil und Verantwortung aber nicht ersetzen. Ziel ist eine CRM-Kommunikation, die Technik nutzt, ohne das Menschliche aus der Kommunikation zu verdrängen.
CRM muss Anliegen erfassen, ohne Menschen vorschnell auf Kategorien zu reduzieren.
Gute Systeme helfen bei Deutung, Übergabe und Kontext, statt nur Antworten auszuspielen.
Entscheidungswege, Eskalationen und Zuständigkeiten müssen sichtbar bleiben.
Technik, Organisation und menschliches Urteil werden als gemeinsame Architektur gedacht.
Forschungsmodell
Das Modell ordnet CRM in zwei Ebenen: die funktionale Architektur mit Daten, Kanälen, Organisation und KI-Unterstützung sowie die interdisziplinäre Basis aus Soziologie, Philosophie, Engineering und Zielgruppenforschung.
Dadurch wird CRM nicht als isoliertes Softwaremodul betrachtet, sondern als Kommunikationsraum, in dem Verantwortung, Fairness und menschliche Urteilskraft mitgedacht werden.
Begleitende Audiodatei zur Leitidee menschlicher CRM-Kommunikation.
Der vollständige Forschungsüberblick mit Literatur und kritischem Forschungstext.
PDF öffnenDie begleitende Präsentation als Arbeitsmaterial zur Human-CRM-Architektur.
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Die folgenden Abschnitte verdichten den Forschungsstand aus dem PDF. Jeder Pluspart öffnet eine inhaltliche Ebene, ohne die Seite mit dem vollständigen Arbeitsdokument zu überladen.
Die Forschung zu CRM mit Schwerpunkt Kommunikation hat sich zwischen 2000 und 2026 von der Frage "Wie verwalten Unternehmen Kundendaten?" zu einer anderen Leitfrage verschoben: Wie werden Beziehungen kommunikativ, datenbasiert, kanalübergreifend, sozial-medial und KI-gestützt hergestellt, stabilisiert und kontrolliert?
CRM-Kommunikation ist heute ein sozio-technisches Kommunikationssystem aus Daten, Kanälen, Plattformen, Mitarbeitenden, Algorithmen und Kundenerwartungen.
2000-2006: CRM wird als strategisches Beziehungs- und Kommunikationsmanagement verstanden. Kommunikation dient Bindung, Differenzierung und Wertsteigerung.
2005-2010: e-CRM, Personalisierung und datenbasierte Kommunikation werden zentral. Kommunikation wird messbar, segmentierbar und stärker automatisierbar.
2010-2015: Social CRM verschiebt Kommunikationsmacht. Kund:innen werden aktive Produzent:innen öffentlicher Kommunikation.
2015-2020: Omnichannel, Customer Journey und Customer Engagement rücken die gesamte kommunikative Erfahrung entlang vieler Touchpoints in den Mittelpunkt.
2020-2026: KI, Chatbots, Conversational CRM und algorithmische Personalisierung prägen die Forschung. Gleichzeitig wachsen Risiken wie Datenschutz, Bias, Halluzinationen, Intransparenz und Verlust menschlicher Beziehung.
Zwischen 2000 und 2026 lassen sich fünf methodische Trends erkennen: konzeptionelle Frameworks, quantitative Befragungen und SEM-Modelle, bibliometrische und systematische Reviews, datenanalytische Studien sowie qualitative und diskursanalytische Untersuchungen.
Die Forschung bewegt sich damit von CRM-Prozessmodellen und Customer-Journey-Frameworks über Social-Media- und Review-Daten bis hin zu Chatbot-Gesprächen, Serviceinteraktionen und Implementierungsforschung.
Erstens wurde CRM-Kommunikation häufig zu technisch verstanden. Viele Studien messen Performance, Loyalität oder Effizienz, aber weniger Vertrauen, Anerkennung, Fairness, Macht und Ausschluss.
Zweitens erzeugt Personalisierung ein Spannungsverhältnis: Sie kann Relevanz erhöhen, aber auch als Überwachung, Manipulation oder Diskriminierung erscheinen.
Drittens zeigt Social CRM, dass Organisationen Kommunikationskontrolle verlieren. CRM wird weniger einseitige Steuerung und stärker Aushandlung.
Viertens verschiebt Conversational AI die Grenze zwischen Mensch und Maschine. Wichtig wird, ob Systeme verständnisvoll, vertrauenswürdig, erklärbar und eskalationsfähig kommunizieren.
Kommunikation ist nicht nur Informationsübertragung. Sie ist Beziehung, Deutung, Anerkennung, Vertrauen und soziale Ordnung. Eine Antwort im Kundenservice signalisiert auch, ob eine Person ernst genommen wird, ob ihr Problem als berechtigt gilt und ob die Organisation Verantwortung übernimmt.
CRM-Systeme sollten menschliche Kommunikation deshalb nicht verdrängen, sondern stabilisieren, entlasten und nachvollziehbarer machen. Technik darf die Beziehung nicht beherrschen, sondern muss der Beziehung dienen.
Gute CRM-Kommunikation ist verständlich, respektvoll, transparent, anschlussfähig und eskalationsfähig. Sie behandelt Anliegen nicht nur als Tickets, sondern als soziale Situationen.
CRM-Kommunikation ist dann gelungen, wenn technische Systeme menschliche Kommunikation nicht ersetzen, sondern ihre Qualität erhöhen: durch bessere Orientierung, nachvollziehbare Zuständigkeit, faire Personalisierung, sensible Ansprache, transparente KI-Unterstützung und verlässliche Übergabe an Menschen.
KI kann Anliegen sortieren, Texte vorschlagen und Muster erkennen. Sie darf aber nicht verdecken, wer entscheidet, wer Verantwortung trägt und wann menschliches Urteil nötig ist.